Die Lotsenhäuser dienten den Seelotsen von Warnemünde als Wohn- und Arbeitsorte. Von hier aus begleiteten sie Schiffe sicher durch die enge und strömungsreiche Warnowmündung.
Heute werden die ehemaligen Lotsenhäuser für Gastronomie, Läden oder als Ferienunterkünfte genutzt.
Lotsen galten als besonders erfahrene Seeleute. Sie kannten Untiefen, Strömungen und Wetterwechsel oft besser als die Kapitäne selbst.
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Die Lotsenhäuser am Alten Strom stehen für eine Zeit, in der Warnemünde vor allem Hafen- und Arbeitsort war. Seelotsen begleiteten Schiffe durch die enge und strömungsreiche Warnowmündung und trugen große Verantwortung für Menschen, Waren und Schiffe. Ihre ständige Einsatzbereitschaft machte die unmittelbare Nähe zum Wasser notwendig.
Ohne Lotsen wäre der Seehandel nach Rostock über Jahrhunderte kaum möglich gewesen. Die Häuser erzählen von einem gefährlichen, körperlich fordernden Beruf, der heute im Stadtbild fast unsichtbar geworden ist. Sie machen deutlich, dass Warnemündes Entwicklung und Wohlstand auf maritimer Arbeit beruhen – lange bevor der Alte Strom zur Flaniermeile wurde.