Das Holbeinpferd wurde 1936 als Verkehrsmarkierung errichtet. Entworfen vom Bildhauer Werner Gürtner, diente es der Lenkung des Verkehrs an einer Kreuzung.
Heute wird das Holbeinpferd regelmäßig und inoffiziell übermalt. Die Stadt duldet diese Praxis. Politische Aussagen, Humor, Gedenken oder lokale Ereignisse finden hier ihren Ausdruck und machen das Objekt zu einem lebendigen Teil der Stadtkultur.
Es gibt keine offizielle Erlaubnis zum Bemalen – dennoch gilt das Holbeinpferd als eines der akzeptiertesten „illegalen“ Kunstobjekte Freiburgs.
Mehr zur Geschichte des Ortes
Das Holbeinpferd zeigt, wie sich die Bedeutung eines Objekts im öffentlichen Raum verändern kann. Was 1936 als nüchterne Verkehrsmarkierung entstand, verlor mit der Zeit seine ursprüngliche Funktion – blieb jedoch im Stadtbild präsent.
Bereits nach dem Zweiten Weltkrieg begannen Unbekannte, das Betonpferd immer wieder neu zu bemalen. Aus einem funktionalen Zweckbau wurde ein Träger wechselnder Botschaften. Ohne Museum, Infotafel oder Schutzglas ist das Holbeinpferd bis heute Teil des Alltags geblieben. Seine Geschichte wird nicht erklärt, sondern fortgeschrieben – von denen, die es gestalten.