Ursprünglich diente die Scheune als landwirtschaftlicher Bau; ab 1908 entwickelte sie sich zum Treffpunkt der Hiddensoer Künstlerinnen.
Heute ist die Blaue Scheune ein lebendiger Ausstellungsort für Kunst auf Hiddensee und ein denkmalgeschütztes Zeugnis kultureller Geschichte
Der blaue Anstrich war kein Zufall – er sollte Sichtbarkeit schaffen und den Ort als etwas Besonderes erkennbar machen.
Wěcej wó historiji toś togo městna
Die Blaue Scheune war mehr als nur ein Stall: Ab 1908 verwandelte die Malerin Henni Lehmann den Bau in einen lebendigen Ausstellungsraum und Treffpunkt des Hiddensoer Künstlerinnenbundes, einer Gemeinschaft, die maßgeblich zur Frauenkunst und zur modernen Kunstszene an der Ostsee beitrug.
Hier trafen sich kreative Köpfe, tauschten Ideen aus, unterstützten sich gegenseitig und gestalteten unabhängig von traditionellen Kunstinstitutionen eine bemerkenswerte kulturelle Gegenwelt. Die abgeschiedene Lage auf Hiddensee wurde zur Stärke dieses Ortes der Selbstorganisation.
Im Laufe der Zeit überstand die Blaue Scheune stürmische historische Phasen – doch bis heute dient sie als kultureller Begegnungsort, der Besucher*innen die reiche Geschichte und lebendige Gegenwart künstlerischer Kreativität näherbringt.